Das wozu ich, ich sage, befindet sich zur Zeit  hier in Australien, in einer wüstenähnlichen Landschaft bei den Pinacles. Das sind Gebilde aus Sand.  Es sind  Gebilde  die zurückbleiben, nachdem eine Sanddüne über kleine Bäume und Büsche  hinweggezogen ist. Danach  stehen diese da wie versteinerte Geister, in einer  stillen und unbeweglichen Welt. Morgens bei Sonnenaufgang empfinde ich dieses am deutlichsten, dann höre ich die Stille hier, spüre die Zeitlosigkeit am deutlichsten.   Ich bin mir sicher, dieselbe Zeitlosigkeit bestand auch, als ich in Hamburg, - hier - genau zu dieser Zeit,  am Sonntag morgen - hier -, die Sonne aufging. Als ich in  Hamburg, Samstag Nacht, das Licht der Welt erblickte.  Auch heute, kein Mensch in weiten Umkreis,  nur mein Freund Alex und  ich . Der Sand unter meinen nackten Füßen  fühlt sich warm an. Die Fußspuren, sie sind immer die ersten, hier in dieser morgentlichen Stille und Unberührtheit. 

 Nun ist es schon lange dunkel hier, und vor den vollen Mond schiebt sich der Schatten der Erde. Die Erde beginnt den  Mond zu verdunkeln,  erst langsam, dann plötzlich völlig.  Der Mond ist jetzt unsichtbar. Alles um mich herum wird schwarz. Eine neue Dimension des Raumes eröffnet sich mir. Milliarden neuer Sternen erstrahlen.  Um mich herum nun völlige Dunkelheit, auch der Boden unter mir verschwindet, ist nicht mehr sichtbar. Ich erlebe mich im Raum. Um mich herum nur noch das Firmament. Mir erscheint  unwirklich, was ich erlebe.  Wie passt das zusammen? So  eine winzige Person. Dem gegenüber, ein so unendlich Grenzenloses. Nein dieses winzige Ich, die Person selbst, ihr ist es unmöglich solches zu erblicken. Und da ist noch etwas was ich deutlich wahrnehme. Ich bin nicht (ALLEIN). Da ist das Sehen selbst, mit dem ich mich hier - jetzt - erblicke.  Auch ich  werde  - aus den Raum heraus - angeschaut. Diese Begegnung findet statt,  in der Ewigkeit des Raumes. -- Ich erlebe mich  im Raum, begreife wie es ist,  wenn das Sehen beginnt sich zu erleben,  wenn ein Mensch sein Sehen erblickt,  sein sehen erfährt.

 

 

 

 

 

 

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